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hier ist die Seite der Bärenklasse!

GANZ NEU !

Eltern schildern Ihre Eindrücke und Erlebnisse mit der Klassenfahrt im 1. Schuöljahr

Ein Vater erzählt:

Die Entscheidung, unseren Sohn Jianing auf die Célestin Freinet Schule zu schicken, trafen wir aufgrund des dortigen Schulsystems ganz bewusst. Auch hatten wir mit unserer Tochter Ning Ning bereits sehr positive Erfahrungen mit der Schule und vor allem den dort unterrichtenden Lehrkräften gemacht.
 
Nun ist meine Tochter allerdings erst mit 9 Jahren aus China nach Deutschland eingereist und hat auf der Celestin Freinet Schule nur das Schuljahr 3 und 4 besucht. Somit war die Erfahrung einer Klassenfahrt in der ersten Klasse durchzuführen für uns neu.
 
Man muss dazu sagen, dass unser Sohn Jianing von Beginn an sehr verwöhnt wurde und wir uns nicht sicher waren, ob er genügend Selbständigkeit in diesen jungen Jahren besitzt, um eine Woche ohne Eltern bereits von zu Hause fort zu sein. Eigentlich waren wir uns sicher, dass er eben eine solche Selbständigkeit auf keinen Fall hätte.
 
Mir und meiner Frau war eigentlich bezüglich der Klassenfahrt klar, dass unser Sohn an dieser nicht teilnehmen kann – dies war für uns eindeutig zu früh und wir hatten vor, ihn in dieser Woche an der Schule in einer anderen Klasse teilnehmen zu lassen. Unsere Sorgen und Befürchtungen waren einfach zu groß.
 
Der Tag der Klassenfahrt rückte näher und es kam zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Schulleiter Herrn Hoff und der Klassenlehrerin Frau Nieto.
 
Von Beginn an war dieses Gespräch geprägt von Verständnis für unsere Sorgen und Befürchtungen und einem konstruktiven Dialog miteinander. Uns wurden Erfahrungen aus früheren ähnlich gelagerten Fällen aufgezeigt und die sich daraus ergebenen positiven Entwicklungen des Kindes. Auch der Umstand, dass die erste, zweite und dritte Klasse gemeinsam fahren und somit auch ältere Kinder (auch hier ist für uns ein großer Vorteil des Schulsystems vorhanden) konnten uns überzeugen. Es findet in der Schule ein regelmäßiger Dialog zwischen Eltern und Lehrern über die Entwicklungen und Fortschritte des Kindes statt. So war auch das abschließende Gespräch mit Herrn Hoff und Frau Nieto ausschlaggebend dafür, unseren Sohn mitfahren zu lassen. Sorgen und Befürchtungen hatten wir aber immer noch.
 
Ich muss aber sagen, dass wir diese Entscheidung – letztlich auch zum Wohle unseres Sohnes - nicht bereut haben. Wir haben uns nur gewundert über die positiven Entwicklungen aus der Woche der Klassenfahrt. Auch die regelmäßigen Anrufe aus dem Schullandheim haben uns sehr beruhigt.
 
So ist Jianing deutlich selbständiger und selbstsicherer geworden. Auch die Klassengemeinschaft und die Freundschaften mit Mitschülern wurden gefestigt. Unsere Sorgen und Befürchtungen haben sich gänzlich als unbegründet heraus gestellt und das Vertrauensverhältnis auch zu den Lehrern und Betreuern enorm gefestigt.
 
Abschließend kann ich nur sagen, dass letztlich die Klassenfahrt zu diesem doch sehr frühen Zeitpunkt die richtige Entscheidung in der Entwicklung unseres Kindes ist.

M. Feltes

 

Wenn die Kleinen flügge werden…..

Silke Engelskirchen

 

Am Montag, den 22. Oktober 2007 war es dann auch für uns Eltern der Bären und Pandas soweit: die Abfahrt nach Kronenburg stand an! Um 9.00 Uhr fanden sich alle pünktlich (und teilweise etwas nervös) auf dem Schulhof ein; gute Tipps, Ratschläge und Erinnerungen wurden noch ein letztes Mal mit auf den Weg gegeben, bis dann alle Schülerinnen und Schüler im Bus saßen und mit viel Winken und „Macht es gut!“ verabschiedet wurden. Von da an blieb uns vorerst nur die tägliche Telefoninformation, welche uns von Herrn Hoff Abend für Abend übermittelt wurde. Wir durften erfahren, dass die Kinder jede Menge Spass haben, die Burg erkunden, große Wanderungen machen, viel Zeit im Wald mit Rallye, Tipi bauen etc. verbringen, ein Bergwerk besichtigen und auch noch jeden Abend Programmpunkte wie Spieleabend, Pyjamaparty und Halloween feiern, anstehen. Das Angebot wurde mit Laternen basteln, Fußball spielen u.v.m. noch abgerundet, sodass auf keinen Fall Langeweile entstehen konnte. Lediglich die Nachricht, dass es in der Eifel täglich kälter zu werden schien, bereitete dem ein oder anderen Elternteil doch ein wenig Sorge. Die Frage, ob auch ja genügend warme Kleidung eingepackt ist, fiel häufiger….

 

Von der Tatsache, dass es den Kindern gut geht konnten wir uns Freitag überzeugen, als wir sie vom Bus abholten. Außer erkennbaren Schlafmangel (bei Groß und Klein) sahen doch alle sehr glücklich und zufrieden aus (und auch von Erfrierungen keine Spur).

 

Silke Engelskirchen

 

Eine Mutter schreibt über die 1. Kronenburgfahrt ihrer Tochter:

Die erste Klassenfahrt  - Ein Gefühle-auf-und-ab für die ganze Familie

Nicole Radovcic 

Eigentlich ist noch ganz viel Zeit. Aber vieles wird sich ändern. Im Sommer geht „die Große“ in die Schule. Wie wird Antonia mit der Umstellung klar kommen? Veränderungen fallen ihr schwer. Zum Glück gibt es den Vorschulkurs. Nach anfänglichem Weinen, hat sie sich gut eingelebt und geht nun gerne hin. 

Inzwischen ist die Vorfreude auf die Schule groß. Aber es gibt auch ein großes Fragezeichen, was über dem tollen Ereignis „Einschulung“ schwebt. Mit der Einschulung steht auch kurze Zeit später die Klassenfahrt an. Und dann geht es gleich von Montag bis Freitag auf die Reise. So lange war unsere Tochter noch nie von uns weg. Abgesehen davon hat sie noch nie woanders ohne Papa und Mama übernachtet als bei den Großeltern. Wir machen uns viele Gedanken. Ein weiteres Gespräch mit Herrn Hoff beruhigt ein wenig. Wir denken: „Zum Glück haben wir ein Auto und können sie zur Not abholen.“ Oder sie fährt gar nicht mit. Oder vielleicht wird ja auch ein Elternteil als Betreuung gebraucht. 

Die Sommerferien rücken näher. Antonia möchte inzwischen nicht mehr in die Schule. Nach und nach kommt raus, dass sie schon gerne in die Schule möchte, nur nicht auf Klassenfahrt. Da das aber unweigerlich zusammen gehört, möchte sie nun auch nicht mehr in die Schule. 

Was die ganze Lage nicht vereinfacht ist unsere Umwelt. Egal mit wem wir uns über unsere Bedenken reden, werden wir bestätigt. Da fallen Aussagen, wie: „Das ist ja unfassbar. Wie können die nur mit den ganz Kleinen schon so lange …“ oder „Das wäre für mich ein Grund, mein Kind auf eine andere Schule zu schicken!“ (Mein Gott, wir sind Rabeneltern!). Es fielen auch Worte, wie „unverantwortlich“, „… und das sind Pädagogen…“. Kurzum: niemand hat uns bestärkt – außer der Schule selber. Ja klar, denn die werden sich ja nicht selber in den Rücken fallen, denken wir. Aber, die würden das ja auch nicht schon seit Jahren so machen, wenn das so eine schlechte Idee ist. Wir entschließen uns, den Profis zu vertrauen und das Ganze auf uns zukommen zu lassen – zum Glück.

Die erste Schulwoche verläuft ganz gut und als in der zweiten Woche schon Streiche für die Klassenfahrt besprochen werden, mischt sich zu Antonias Angst auch etwas Vorfreude. Das geht so weit, dass sie sich schließlich auf Kronenburg freut, voller Eifer den Koffer mit packt und von den Erlebnissen der anderen bei den Klassenfahrten spricht. 

Als der Tag der Abfahrt nach Kronenburg kommt, ist unser Kind kaum wieder zu erkennen. Sie hat in den vier Wochen Schule so einen Entwicklungsschub gemacht, dass sie fast ein anderes Kind ist. Papa muss Sie bringen. Nicht, dass Sie es sich wegen der Nähe zu Mama noch anders überlegt. Am Bus verabschiedet sie sich, als wäre es das normalste der Welt für eine Woche weg zu fahren. Über die Homepage werden wir täglich informiert, was die Kinder so treiben. Obwohl wir auf einen Anruf gefasst sind, kommt nichts. Am ersten Abend rufen wir noch die Kontakteltern an, an die Herr Hoff täglich berichtet. An den Folgetagen verzichten wir schon darauf. 

Antonia kommt aus Kronenburg wieder, wie sie gefahren ist. Als wäre es das normalste der Welt gewesen. Ihre Worte, als sie aus dem Bus steigt: „Ich habe euch gar nicht vermisst.“

Wie so oft in den letzten sechs Jahren zeigt sich mal wieder, dass wir uns viel zu viele Gedanken gemacht haben um das, was sein könnte. Und es ist wieder einmal alles anders gekommen.

Nicole Radovcic 

 

 

Liebe Eltern, liebe Kinder!

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