Bürozeit: Di und Do. von 9 - 12 Uhr
Modellprojekt "Selbständige Schule"
Seit dem 1.8.2002 hat unsere Schule am Modellprojekl "Selbständige Schule" teilgenommen.
Dazu haben wir einen Vertrag abgeschlossen mit der Stadt Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen:
Schulischer Teil
1.) Personalbewirtschaftung
- Einstellung von Fachkräften zur Unterstützung im sozialen und/oder psych. Bereich
- Einbezug der Kölner Schülerhilfe oder entsprechende Möglichkeiten
- Einrichtung von Stellen an der Schule für Sonderschullehrerinnen im GU
2.) Unterrichtsorganisation und UnterrichtsgestaHung
Unser Ziel: Selbständiges Lernen unter sozialer Einbindung für Kinder heterogenen Alters, heterogener Herkunft, Voraussetzung und Begabung. Dazu ist die Organisation und Gestaltung der Klassenräume zu Selbstlernzentren geplant unter Einbeziehung der Ateliers/Ecken, des grundschulgerechten Einsatzes neuer Medien und handlungsorientierter Lern- und Arbeitsmaterialen. Ein Schwerpunkl ist dabei die organisatorische und inhaltliche Fortführung des Konzepts der "jahrgangsübergreifenden Klassen" durch Entwicklung, Erprobung und Evaluation jahrgangs- und klassenübergreifender Unterrichtsformen und Unterrichtsinhalte.
Beabsichtigt ist außerdem die Entwicklung von Evaluationsformen auf Schülerebene, die Erprobung des Einsatzes von Schulleistungstests, die Berücksichtigung produktorienter Formen der Leistungsbewertung und die Weiterentwicklung von Inhalt und Form der Zeugnisse zur Optimierung des Feedbacks an Eltern und Schüler.
In den kommenden beiden Jahren sollen die zur Umsetzung der 3 Entwicklungsvorhaben erforderlichen Konzepte erarbeitet werden. In diesem Zeitraum können einzelne Komponenten auch bereits implementiert werden.
§ 11) Spezifische Leistungen der Kooperationspartner
a) Fortbildung:
Für das Kollegium im Bereich Kooperation, Methoden, Evaluation, Fachdidaklik und Neue Medien. Für Eltern Seminare zur Mitwirkung, zur Grundschulpädagogik
b) Sachmittel:
für kind- und sachgerechtes Mobiliar (Computertische, Regale, Tische etc.) Hardware für die Klassen (platzsparend und ästhetisch) einschl. Funk-LAN und 1 mobilen Klassensatz an Rechnern korrespondierend zum didaktischen Konzept der Schule. Software (kreativ-gestaltend - keine Bürosoftware) und CD' s, Materialien für entdeckendes und handelndes Lernen
Schulischer Abschlussbericht
über die Teilnahme an dem Modellversuch Selbstständige Schule
2002 – 2007/08
Städt. Grundschule Dagobertstraße KÖLN
Köln, im Dezember 2007
1. Darstellung der Schule
a) Datengestützte Angaben für den Zeitraum 2002 – 2007/08 zur Entwicklung und zum Profil der Schule
Es gab 8 GU Plätze und 2 SoSLehrerInnen.
Integration 22 Schüler
Die Kölner Schülerhilfe unterstützte die Schule mit 2 Betreuerinnen (2 x 6 Stunden)
Die Schule arbeitete als reformpädagogisch – Freinetpädagogik - orientierte Schule mit jahrgangsübergreifenden Klassen.
Es gab eine Übermittagsbetreuung mit 2 Gruppen.
Im Schuljahr 2007/2008 unterrichten 5 GrS- und 2 FöS-KollegInnen und 1 Referendarin 90 Kinder in vier Klassen.
Es gibt eine halbe Stelle für die Integration und 1 Sozialindex-Stelle.
Die Schule ist anderthalbzügig (6 Klassen) eingestuft.
Die Freinet-Pädagogik und das Prinzip des jahrgangsübergreifenden Unterrichts prägen weiterhin die Unterrichts- und Klassensituation .
Auch der Gemeinsame Unterricht und die Integration von ausländischen Kindern findet weiterhin statt.
Zum Schuljahr 2006/07 wurde die Schule in eine Offene Ganztagsschule umgewandelt und nahm den Ganztagsbetrieb mit 50 Kindern auf. Träger der OGTS ist der „Eigelstein-Pänz“ e.V.
Weiterhin gab es 1 Übermittags-Gruppe.
Dazu wurde eine Küche eingerichtet und 2 Räume renoviert.
Im Schuljahr 2007/08 wurde eine 3. Ganztagsgruppe eingerichtet.
Zusätzlich gibt es weiter 1 Übermittags-Gruppe
Daher haben wir 2 Ganztagsklassen, in die nur Kinder mit Ganztagsanmeldung aufgenommen werden und die vormittags und nachmittags die gleichen Räume benutzen.
Die Ganztagskinder aus den beiden anderen Klassen gehen in eine gemeinsame Gruppe.
Das pädagogische Konzept der Schule ist bewusst im Nachmittag umgesetzt worden.
Für das Schuljahr 2008/09 besteht ein Betreuungsbedarf von 85 Plätzen
Es wird weiterhin zusätzlich eine Übermittagsgruppe geben.
Das Personal besteht aus 4 Gruppenleitern (OGTS + ÜMI) , 4 weiteren päd. Fachkräften und weiteren zusätzlichen Kräften (Künstler, Musiker ...)
Die Lehrer betreuen ganze Gruppen und kleine Fördergruppen.
Es gibt Leseförderung, Förderung für GU-Kinder im Nachmittag und für Ausländer.
Ergebnisse der schulischen Entwicklungsarbeit
Personalbewirtschaftung
- Einstellung von Fachkräften im sozialen und/oder psych. Bereich
- Einbezug der Kölner Schülerhilfe
- Einrichtung von Stellen an der Schule für Sonderschullehrerinnen im GU
Es gelang, 1 Sonderschulstelle für die Schule zu erhalten und zu besetzen.
Für die Einstellung von Fachkräften reichte die Schülerzahl und die vorhandenen finanziellen Mittel nicht aus.
Die 2 Mitarbeiterinnen der KSH 8 2 x 6 Stunden konnten inhaltlich in das Konzept der Schule eingebunden werden.
Leider hat die Stadt Köln beschlossen, alle Mitarbeiter der KSH von den Schulen abzuziehen und in den Familienzentren einzusetzen.
Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung
Auf Grund unserer Päd. Arbeit als Freinetschule, die mit der Zielsetzung des Modellprojektes übereinstimmt, geht es in unserer schulischen Entwicklungsarbeit weniger um Unterricht,
Von daher haben wir eine Bestandsaufnahme des päd. Repertoires der Freinetpädagogik und der Formen der bisherigen Arbeit an unserer Schule gemacht, eine kritische Überprüfung durchgeführt, Evaluation weiter ausgebaut
Dabei haben wir uns auf 10 Teilbereiche geeinigt.
Als wichtigste Erkenntnis unserer bisherigen Arbeit stellte sich dabei heraus, dass wir viel mehr Zeit brauchen. Alle Bereiche sind zwar wichtig, aber im Laufe des Projektes nicht abzuschließen. Eine stetige Weiterarbeit ist erforderlich.
Ein langer Atem, Durchhaltevermögen, Überblick und zeitliche Perspektive sind gefragt.
Ergebnisse zu den Teilbereichen
1) Selbstgesteuertes, individuelles und kooperatives Lernen
Individuelle Arbeitspläne, Lerntagebücher, Lehrgänge mit Selbstkontrolle, Selbstlernmaterial Einzel-, Partner- Gruppenarbeit Besprechungs-, Planungs- und Vorstellkreise
2) Lernstandsdiagnose
- Mathe-Test mit Diagnosebögen (Mildenberger)
- Hamburger Schreibprobe, DRT, AZN, Hamburger Leseprobe
3) Möglichkeiten des Gemeinsames Lernen in heterogenen Klassen (Alter, Herkunft, Voraussetzung u. Begabung)
4) Soziale Einbindung und soziales Lernen in heterogenen Klassen- gruppen (Alter, Herkunft, Voraussetzung und Begabung)
5) Organisation, Ausstattung, Gestaltung und Design der Klassenräume
Um die Klassenräume zu kindgerechten Lernzentren weiterzuentwickeln, erarbeiteten Lehrer, Kinder und Schüler eine Vorgabe, auf deren Grundlage dann die Schüler der 13. Klasse der FOS für Gestalten im Richard-Riemerschmid-Kolleg 12 Modelle entwickelten, die dann professionell im Wettbewerb präsentiert wurden.
6) Lern- und Arbeitsmaterialien
Die Liste ist umfangreich, aber noch nicht abgeschlossen.
8) Produktorientierte Formen der Leistungsbewertung z.B. Portfolio
Es wurden systematisch Mappen für Bilder, Texte und Forscher-Berichte angelegt, die mit entsprechenden Urkunden bewertet werden.
Portfolio-Ordner wurden für den Sachunterricht und Englisch angelegt.
Die Wochen- und Monatsbilanzen im 3. Schuljahr wurden zu einem 4seitigen Bilanz- und Zeugnisbogen weiterentwickelt, der vor allen Ferien, also 4x im Jahr, erstellt wir
9) Zeugnisse
Die Leistungsbeurteilung über Notenzeugnisse erfolgt an unserer Schule erst ab der Klasse 4.
Dafür gibt es ab dem 3. Schuljahr das Grünes Blatt als Zwischenzeugnis für 3./4. zu allen Ferien, also 4x im Jahr
Die Klassenversammlung, in der schon immer eine Reflexion über den Unterricht der vergangenen Woche enthalten war, wurde für das 3./4. Schuljahr durch einen Fragebogen ergänzt, auf dem die Kinder ihre Beurteilung bestimmter Fächer festhielten.
Die Verwaltungsarbeit lässt sich auf Grund der „Größe“ der Schule nicht aufteilen und bleibt dem Schulleiter.
Ressourcenbewirtschaftung
Durch Mittel aus dem Planungsbudget, dem regionalen Entwicklungsfond sowie durch die Kapitalisierung nicht besetzter Stellen wurde erstmalig die Möglichkeit geschaffen, über größere Ressourcen zu verfügen und diese selbstständig zu bewirtschaften.
An unserer Schule werden diese Mittel vorrangig für drei verschiedene Bereiche eingesetzt:
a) Finanzierung von Fortbildungen
b) Einkauf von Unterstützungsleistungen durch Honorarkräfte
c) Anschaffungen für spezielle Projektschwerpunkte
Zu a)
Folgende Fortbildungen konnten – vorzugsweise aus Mitteln des Regionalen Entwicklungsfonds - finanziert werden:
· 2 schulinterne Fortbildungen zur Freinetpädagogik
· Ausbildung von 2 Kolleginnen zu Moderatorinnen für Gruppenlernen
· Fortbildung zum Thema „Neue Medien“
· Fortbildung zum Thema „Zeitmanagement“ und “Mindmapping“
· Fortbildung zum Thema „Konfliktbewältigung in der Elternarbeit“
· Fortbidung zum Thema „Zielorientiertes Lernen – Portfolio-Arbeit“
Die Qualifizierung der Steuergruppe umfasste insgesamt 9 Module, die als ganztägige Veranstaltungen vom 21.02.03 bis zum 15.03.05 stattfanden.
Ebenfalls wurde Fachliteratur zu den Projektschwerpunkten angeschafft
Zu b)
In folgenden Bereichen wurden Unterstützungsleistungen eingekauft:
· Förderung von Kindern mit zeitweiligem Förderbedarf in Deutsch oder Mathematik durch Honorarkräfte in Kooperation mit der UNI Köln
Einkauf von Diagnose- und Fördermaterialien.
Nach Überprüfung und Testung durch eine qualifizierte Kollegin erfolgte anschließend eine Förderung auf der Basis von individuellem Fördermaterial durch Lehrkräfte und durch Honorarkräfte.
Einkauf von Test- und Lernstandsdiagnosematerial
Anschaffung von diverser Hard- und Software zur differenzierten Einzel- und Gruppenarbeit wie Mikroskop, Scanner, Digitalkamera etc.
Das Planungsbudget zur Finanzierung einer Vertretungsreserve zur Vermeidung von Unterrichtsausfall wurde nie in Anspruch genommen (Geringer Krankenstand) und konnte jedes Jahr kapitalisiert werden.
o Leistungsbeurteilung
Grünes Blatt als Zwischenzeugnis für 3./4. zu allen Ferien, also 4x im Jahr
Die Leistungsbeurteilung über Notenzeugnisse erfolgt an unserer Schule in der Tradition und Kontinuität unseres Schulprogramms erst ab der Klasse 4.
Kontinuierlich durchgeführte Elternbefragungen und ein damit bis heute fortgeschriebener Beschluss der Schulkonferenz gibt uns eine starke Legimitation und Bestätigung in der Beurteilung unserer Kinder durch pädagogisch fundierte Verbalgutachten.
Kooperation mit anderen Schulen
Eine Kooperation fand statt mit der FOS für Gestaltung am Richard-Riemerschmid-Berufskolleg. Es entstanden 12 Modelle eines idealen Klassenraums als Lernzentrum, kindergerecht gestaltet.
Bei einzelnen Fortbildungen kooperierten wir mit anderen Grundschulen in der Innenstadt.
2.3.1.3 Förderung
Durch den Gemeinsamen Unterricht ist für uns die differenzierte Förderung aller Schüler Alltag. So beziehen die beiden FöS-Lehrerinnen immer wieder andere Kinder mit in den GU ein.
Für die Förderung in Mathematik (nach Ellroth) hat eine Lehrerin eine Zusatz-qualifikation an der Universität Köln erworben.
Eine Kollegium hat das Fach Deutsch für Ausländer studiert und kann so eine qualifizierte Förderung für Migrantenkinder anbieten.
Aufgrund der refinanzierten kapitalisierten Mittel der Selbstständigen Schule konnten hierfür zusätzliche Förderkräfte eingestellt werden.
2.3.2 Aufnahme erfolgreicher Aktivitäten in den Alltag der Schule
d) Einsatz des Computers im Unterricht
e) Selbständiges Arbeiten
g) Vorbeugung Gewalt
· Gewaltprävention durch Elterninformationsabende
· Trainingskurse zum Thema Prävention
i) Förderkräfte auf Honorarbasis
2.3.3 Veränderung im Schulprogramm
2.3.4.1 Schuleingangsphase
2.3.4.3
Grünes Blatt als Zwischenzeugnis für 3./4. zu allen Ferien, also 4x im Jahr
Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist unsere Schule eine Offene Ganztagsschule.
Qualitätssicherung und Rechenschaftslegung
· Nachhaltigkeit der Entwicklungsprojekte (Abfragen zur Verstetigung)
· Fragebogen Schulzufriedenheit
· SEIS Umfrage
· Schulprogrammentwicklung
Elternfragebogen 1
4. Erfolgsfaktoren und Hemmnisse
4.1 Erfolgsfaktoren
Das Kollegium ist seit Beginn des Modellprojekts „Selbstständige Schule“ bis zum heutigen Zeitpunkt bis auf eine Kollegin konstant geblieben.
Diese große personelle Kontinuität hat mit dazu beigetragen, die in den Fortbildungen erlangten Erfahrungen zu bewahren und weiter zu ent-wickeln.
Regelmäßige Arbeitsitzungen (immer dienstags nachmittags) und Konferenzen führten zu Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit in der Schulentwicklungsarbeit.
4.2 Hemmnisse
Durch die geringe Zahl der Kolleginnen ist kaum Gruppenarbeit oder Arbeitsteilung möglich. Jede ist mehrfach belastet.
Die immer wieder zusätzlich zur Projektarbeit von außen/ Ministerium auferlegten Zusatz-Baustellen und Aufgaben behinderten die kontinuierliche Arbeit.
- Umwandlung in eine „Offene Ganztagsschule“ (Planungsarbeiten, die konkreten Baumaßnahmen, die Konzeptentwicklung, Raumausstattung und Personalfragen
- die Schulprogrammüberarbeitung
- die Durchführung der Vergleichsarbeiten
- die Einführung der flexiblen Eingangsstufe
- die Erprobung der neuen Lehrpläne im Fach Mathematik
- Sprachstandsuntersuchungen „Delfin 4“
4.2.2. Konsequenzen
4.2.2.1 Raumsituation
- Der Schulhof ist nicht für eine Nachmittagsbetreuung eingerichtet
- Die Räume sind zu klein, nicht genügende Anzahl
4.2.2.2 Unterrichtsprojekte
Das hatte zur Folge, dass die ursprünglichen unterrichtlichen Entwicklungsprojekte teilweise nicht in der gleichen Intensität weiter verfolgt werden konnten.
5. Nachhaltigkeit und Transfer
5.1 Kleine Grundschule
genommenen diversen Reformvorhaben ( die sich mit dem Begriff
„Entwicklung einer Bildungslandschaft“ zusammenfassen lassen ) scheint
Die Struktur von Schulleitung, Steuergruppe, Lehrerrat und Kollegium stößt hier an die Grenzen für eine sinnvolle Arbeit.
4.2.1 Darstellung der einzelnen Einflussfaktoren
Da wir uns das Schulgebäude mit 2 Realschulen teilen müssen, ist das Raumangebot sehr begrenzt.