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o  Portfolio und Lerntagebuch

o  Gemeinsamer Unterricht für Schülerinnen und Schüler 
    mit und ohne Behinderung

o  Projekt zur sozialen Integration an der Freinet-Schule

o  Arbeiten und Lernen in der Freinetschule 

o  Werte - Erziehung

 

 

 Das LERNTAGEBUCH  im Rahmen der Portfolio-Arbeit

 

Bis jetzt haben wir mit Arbeitsplan und Wochenbilanz (Grünes Blatt) gearbeitet

 

Der Freinet-Arbeitsplan betrifft nur die STILLE ARBEIT, also Mathe und Deutsch

 

Was wollen wir mit dem Lerntagebuch erreichen?

 

  1. Schritt  

                                                                                                                            

- Arbeitsplan und Grünes Blatt in ein Lerntagebuch integrieren

- (die vorhandenen Formen/das  Design für den Übergang beibehalten)

- das Kind zum Nachdenken bringen über sein Lernen

- Soziale, Lern- und Verhaltens-Ziele deutlich machen

- auf die anderen Lernbereiche aufmerksam machen

 

 2. Schritt

 

- den Arbeitsplan auflösen; kein engmaschiges Formular, um erledigte Seiten zu notieren

- gesamten Lernbereich ins Lerntagebuch integrieren

- inhaltliche Ziele absprechen und notieren

- weiterhin gemeinsame Ziele verdeutlichen

- das Festhalten des Lernprozesses ermöglichen

  • Ergebnisse darstellen und mit Ziel abgleichen  (Portfolio einführen?)

 

Zeitraum von Ostern bis zum Sommer

 

Anregungen von Klax-Schule Berlin und Wartburgschule Münster übernehmen.

MONTESSORI-Schule Potsdam wäre noch interessant.

Hat ebenfalls den deutschen Schulpreis erhalten und arbeitet schon lange mit Portfolio.

 

 

Portfolio-Ordner:  Für welche Fächer zuerst?

 

Gemeinsamer Unterricht für Schülerinnen und Schüler 
mit und ohne Behinderung
 

Viele Kinder mit Behinderungen benötigen sonderpädagogische Förderung. Sie brauchen zum Teil besondere Hilfs- und Lernmittel sowie verstärkte Unterstützung durch die Lehrerin oder den Lehrer. 

Bei einigen Behinderungen sind besonders ausgestattete Räume, speziell ausgebildetes Personal und manchmal auch Pflege und Therapie nötig. 

Sonderpädagogische Förderung erhalten die Schülerinnen und Schüler entweder in der Förderschule oder unter bestimmten Voraussetzungen in einer Grundschule oder einer weiterführenden Schule im Gemeinsamen Unterricht.
 
Grundsätzliches
Im Gemeinsamen Unterricht lernt ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf zusammen mit Kindern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer allgemeinen Schule. 

Hierzu erhält die Lehrkraft der allgemeinen Schule Unterstützung durch eine Lehrkraft für Sonderpädagogik. Beide erstellen gemeinsam einen individuellen Förderplan für das Kind. Sie unterrichten zeitweise zusammen in der Klasse und überprüfen regelmäßig die Lernfortschritte des Kindes. 

Der Gemeinsame Unterricht der Grundschule kann an einer allgemeinen Schule der Sekundarstufe I fortgeführt werden. 

Im Gemeinsamen Unterricht können die Abschlüsse der allgemeinen Schule bzw. die Abschlüsse in den Bildungsgängen entsprechender Förderschwerpunkte erreicht werden.
 

Verfahren

Die zuständige Schulaufsichtsbehörde trifft in jedem Einzelfall die Entscheidung, ob die allgemeine Schule der geeignete Förderort im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts ist oder eine Förderschule

 
UNI KÖLN                                                                                                                                 

Erlebnispädagogisch orientiertes Projekt zur sozialen Integration an der Célestin-Freinet-Schule - 2008/2009

Tandem 1

Verfasserinnen: Karina Vonderstein, Kirsten Haxsen

Abstract:

Wie wird die soziale Integration der Schüler mit Förderbedarf der Celestin-Freinet-Schule in Gruppenprozessen deutlich?

Durch ein Projekt, das sich an der Ergebnispädagogik orientiert, wurde die Integration eines Schülers mit dem Förderbedarf Lernen untersucht. Seine Integration in der Klasse wurde an Hand der Indikatoren "Kooperation" und "Soziale Kontakte" untersucht. Hierfür wurde der Schüler während der Durchführung gefilmt. Das Zutreffen der Indikatoren wurde mit Hilfe eines fünfgliedrigen Beobrachtungsbogens und vier verschiedenen Kriterien ermittelt. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge kann der Schüler als in der Klasse integriert bezeichnet werden.

 

Tandem 2

Verfasserinnen: Anika Kultscher, Karen Schlüter

Abstract:

Das gemeinsame Lernen von SchülerInnen mit und ohne Förderbedarf wird an einzelnen Kölner Schulen seit einigen Jahren umgesetzt. Inwieweit sie soziale Integration von Schülern mit Förderbedarf an Regelschulen bereits vollzogen ist, wird am Beispiel der Celestin-Freinet-Schule dargestellt. Dafür wird eine Beobachtung mit einer daran anschließenden vergleichenden Auswertung und Interpretation von drei Schülern mit Förderchwerpunkt in einer jahrgangsübergreifenden Klasse vorgenommen. Anhand eines erlebnispädagogischen Praxisprojekts werden die Indikatoren "soziale Kontakte" und "Kooperation" überprüft, die für das Gelingen von Integration eine wichtige Rolle spielen.

 

Arbeiten und Lernen in der Freinetschule



Stille Arbeit
 

heißt die Unterrichtszeit vor der großen Pause. 
Die Kinder arbeiten nach ihrem individuellen Arbeitsplan an Lehrgängen 
(Mathe, RS, Grammatik) mit Karteien, CDs, Arbeitsbüchern, Arbeitsheften usw. 
Partnerarbeit ist möglich. Es sind nur Tätigkeiten erlaubt, bei denen es STILL bleibt und kein anderer gestört wird. Die Schülerarbeiten werden freitags kontrolliert und gewertet.

Partnerarbeit
 

bedeutet, dass die Kinder zu zweit zusammenarbeiten, z. B. Rechenaufgaben wechselweise rechnen bzw. überprüfen, bei Diktaten einer dem anderen diktiert, dass wechselseitig kontrolliert wird, bei Sachunterrichtsaufgaben gemeinsam nach Lösungen oder Antworten gesucht wird. 
Partnerarbeit erfordert Anpassung, Toleranz, Kompromissfähigkeit, Teamgeist, aber auch Durchsetzungsvermögen - alles Fähigkeiten, die unsere Kinder später dringend gebrauchen können.

Kreisgespräch
 

Zum Wochenbeginn erzählen die Kinder im Kreis vom Wochenende.
Die Woche wird geplant und der Arbeitsplan wird besprochen.

Geschichtenkreis

Die Kinder malen und schreiben im Laufe der Woche eigene Geschichten und Texte. Im Geschichtenkreis lesen die Kinder ihre Geschichten vor und präsentieren ihre Bilder. Mit Hilfe der Zuhörer werden die Geschichten inhaltlich besprochen und bearbeitet. Im Anschluss an den Geschichtenkreis verbessern die Kinder in Partnerarbeit ihre Fehler. Die überarbeiteten Geschichten werden in einer persönlichen Geschichtenmappe gesammelt und regelmäßig in Geschichtensammlungen für Eltern und andere Klassen veröffentlicht.

Klassenversammlung

Sie findet freitags statt und bildet den Abschluss der Woche. 
Die Kinder überprüfen ihr Verhalten, kritisieren und loben einander. Lerninhalte und Ergebnisse werden kritisch besprochen und gewürdigt. Die Dienste werden neu verteilt, Vorhaben für die kommende Woche besprochen, Projekte werden geplant. 
Das Grüne Blatt wird besprochen und verteilt.

Freie Auswahl (Arbeit in Ateliers)
 

Die Schülerinnen und Schüler legen für eine bestimmte Zeit (meistens mittwochs) 4-5 Ateliers fest, deren Art und Inhalt sie selbst bestimmen. Mehrere Wochen arbeiten sie dann in ihren selbstgewählten Gruppen. Lern- und Arbeitsmaterial steht dazu in der Klasse zur Verfügung, aber auch Bücher, Mal- und Bastelmaterialien und selbstverständlich alles, was Kinder an interessanten Dingen mitbringen. Für die Schüler besteht die Aufgabe, am Ende einer solcher Zeit zu zeigen, zu berichten oder vorzumachen, was sie "ge-" o. "erarbeitet" haben.

Gruppenarbeit
 

Die Kinder wählen sich die Gruppenarbeil selbst als Arbeitsform oder sie ist innerhalb eines Projekts vorgegeben. Die Zusammenarbeit vollzieht sich auf drei Ebenen: 
Auf der Arbeitsebene nehmen die Schüler ihre Gruppenaufgabe an, sie werden initiativ und planen ihr Vorgehen. Die Aufgaben werden verteilt und dann die verschiedenen Beiträge zusammengetragen. Gemeinsam kommen sie zu einem Ergebnis. 
Für die Kommunikation in der Gruppe ist es erforderlich, dass die Schüler sich aufeinander einlassen und Bereitschaft zum Mitmachen zeigen. Sie bringen Ideen ein, strukturieren ihre Arbeit und treffen Absprachen. Sie übernehmen Teilaufgaben und bringen sie ein. Sie koordinieren die Ergebnisse und vertreten sie gemeinsam.

Projektunterricht (im Klassenrahmen o. einzelne Gruppen)

Das Thema wird aus mehreren Vorschlägen gemeinsam gewählt. 
In einer ersten Phase wird das Thema entfaltet, durchsichtig gemacht, die Aufgabe erkannt. 
Bei der weiteren Arbeit wählen sich einzelne Schüler oder Schülergruppen Teilaufgaben, die sie weitgehend mit eigener Planung bearbeiten. Sie gebrauchen dabei alle Informalionsquellen, Arbeitsmittel, Materialien und Werkzeuge, die in der Schule zur Verfügung stehen. 
In einer dritten Phase werden die Ergebnisse und Produkte allen Mitschülern vorgestellt. Die Erkenntnisse werden mitgeteilt, Gedanken miteinander verknüpft, die Leistungen der einzelnen Gruppen und Schüler werden gewürdigt und beurteilt. Aufgabe der Schüler bei solcher Arbeit ist es, auf jede mögliche Weise ein zuvor gesetztes Ziel zu erreichen, ein Problem zu lösen, ein Produkt herzustellen und dieses anderen Zuschauern und Zuhörern vorzustellen. Sie müssen hierbei besonders die Fähigkeit entwickeln, zu planen und ihrem Plan zu folgen, allein oder zusammen mit Mitarbeitern zielstrebig zu arbeiten, einen Zeitrahmen einzuhalten und so sorgfältig zu arbeiten, dass am Ende die fertiggestellte Arbeit von "Zuschauern" verstanden und gewürdigt werden kann.
 

Lehrerzentrierter Unterricht

Als Zusammenfassung o. zur Vermittlung grundlegender Informationen; wird von den Lehrern geplant, gesteuert und ausgewertet. Die Schüler haben sich in dieser Zeit überwiegend auf die Erklärungen, Schauobjekte oder Texte des Lehrers zu konzentrieren. Ihre Aufgabe ist es, die Informationen zu erfassen, sie getreu zu behalten um sie in der Schule oder zu Hause im Zusammenhang wieder anwenden zu können (nur als besondere Einzelstunde). 

Umgang mit sich und anderen:
 

Im offenen Unterricht der Freinetschule entwickeln Kinder eine Reihe persönlicher und sozialer Fähigkeiten wie:

Selbstverantwortung und Selbstorganisation:

  • sich für eine Arbeit entscheiden
  • eine Arbeit beenden, einen Plan einhalten
  • Überblick über Arbeitsangebote behalten
  • weghören, wenn andere untereinander reden
  • sich gegen Störungen freundlich wehren
  • sich erst dann an die Lehrerin wenden, wenn vorher Mitschüler um Rat gefragt wurden
  • die eigene Arbeit sorgfältig ausführen, verbessern, ordnen und aufbewahren
  • eine kritische Selbsteinschätzung entwickeln


Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit:

  • sich einen Arbeitspartner suchen
  • Arbeiten selbständig kontrollieren
  • andere ohne Konkurrenzneid gelten lassen
  • zurücktreten und verzichten
  • gemeinsam einen Gruppenleiter bestimmen
  • Gruppenentscheidungen akzeptieren

Mitverantwortung für die Klasse:

  • in der Klassenversammlung, im Erzählkreis
  • bei Partner- und Gruppengesprächen
  • bei der Vorstellung von Arbeitsergebnissen
  • bei der Wahrnehmung von Klassenämtern
  • bei der Kontrolle und Beratung anderer (Chefsystem, Experten)

 

WERTE - ERZIEHUNG

 

„Wir wollen eine kooperative Schule schaffen, wo die Erwachsenen, ... ihre Rolle als Erwachsene nicht aufgeben, aber wo die Kinder einen ständig wachsenden Anteil an der Verantwortung übernehmen, um sich so auf ihr soziales und persönliches Leben vorbereiten.“

Célestin Freinet

 

 

In Anlehnung an die Richtlinien:

Das Ziel unserer Werteerziehung ist, Kinder zu befähigen, tragfähige Wertvorstellungen im Sinne der demokratischen Grundordnung zu gewinnen und dadurch Urteils- und Handlungsfähigkeit zu entwickeln. 

Damit verbunden ist die Aufgabe der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zu solidarischem Handeln in sozialer Verantwortung, zu Toleranz und Achtung der Menschenrechte, zu einem friedlichen Miteinander in der Einen Welt sowie zur Achtung vor der Natur und Umwelt zu erziehen. 

Mädchen und Jungen müssen sich deshalb angenommen fühlen und als Persönlichkeiten entfalten können. 

 

 

Bei unserer Werteerziehung berufen wir uns auf die grundlegenden  Prinzipien der Freinet - Pädagogik:

 

- Den Kindern das Wort geben

- Freie Entfaltung der Persönlichkeit

- Selbstverantwortlichkeit

- Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit

- Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt 

 

Freinet begreift die Schulklasse als Arbeitsgemeinschaft, als "Kooperative": als lebendigen Organismus, der sich soziale Institutionen zur Selbst-organisation des Zusammenlebens und -arbeitens selbst schafft: Die Arbeit in der Klassenkooperative beginnt mit einem selbst bestimmten und sich ständig entwickelnden Regelwerk, das die Arbeits- und sozialen Beziehungen orientiert und strukturiert.

 

 

Wie wird das in den Klassen umgesetzt?

 

- Den Kindern das Wort geben

mündlich ( Gespräch, Bericht, Präsentation, Theater)

schriftlich (Freie Texte, Bericht, Korrespondenz, Klassenzeitung)

grafisch (Illustration von Geschichten, Plakate...)

handwerklich (Materialien wie z.B. Ton, Holz, Stein, Pappe, Knete)

musikalisch (Chor, Liedermachen, Tanz)

körperlich (Spiele, Sport, Entspannung, Ruhe, Tanz, Rollenspiel)

Klassensprecher, 

Mitbestimmungsrecht bezüglich Lerninhalten und Tempo, Schulversammlung, 

Klassenversammlung, Forscherthemen auswählen

Freie Texte (welche wöchentlich im Geschichtenkreis präsentiert werden) 

 

- Freie Entfaltung der Persönlichkeit

In der Klassenversammlung, 

In Ateliers 

Bei der Freien Auswahl

Bei Rollenspielen

Bei Musik- und Sportangeboten

 

- Selbstverantwortlichkeit

Arbeit mit dem Arbeitsplan

Gruppen- und Partnerarbeit

 

- Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit

Gruppe als Regulativ

Kooperatives Lernen

Save Classroom

Patenschaften

Individuelle und gemeinsame Arbeitspläne

Gemeinsame Schulziele

Einhaltung der Schulregeln (Hausordnung)

 

- Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt

Verkehrserziehung (Kontrolle der Autofahrer)

Aufsuchen außerschulischer Lernorte (Zooschule, Zoo, Rundgänge in der Umgebung. Besuch von Museen und Theater, Schullandheimaufenthalt)

Aufgreifen aktueller Themen im Kreis

 

 

Dokumente

 

- Bilanzen - Wochenbilanzen - jeweils vor den Ferien

- Zeugnis 3. Sch. mit Lernhinweisen

- Lerntagebuch, Wochenarbeitspläne

- „Selbsteinschätzungsbögen“, z.B.. SU (Barbara)

- Kriterien zum Geschichtenschreiben (Tanja)

- Schulvertrag - Kopie

- Forscherpass