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o  Portfolio und Lerntagebuch

o  Gemeinsamer Unterricht für Schülerinnen und Schüler 
    mit und ohne Behinderung

o  Projekt zur sozialen Integration an der Freinet-Schule

o  Arbeiten und Lernen in der Freinetschule 

o  Werte - Erziehung 

o  Team-Building - 5 Tage Schullandheimaufenthalt

 

 Rund um den Schulanfang 


 

A   Vorschulkurs

B  Vorstellen schulischer Arbeit

  • mit ausführlichen Info-Abenden
  • beim Schulfest: Ausstellung von Projekten, Arbeitsergebnisse der Schüler, Präsentationen etc.
  • Hospitation für Eltern mittwochs von 8.20 h-10 h und von 10.20 h -12 h 
  • Rundgang durch die Schule mit Vorstellen der Klassenräume 
  •  

C   Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten

  • Austausch über Schulneulinge und Auswertung der Bildungsdokumentationen der Kinder (nach Rücksprache mit den Eltern)
  • Elternabend im Kindergarten 
  • Hospitationen der Erzieherinnen im jahrgangsgemischten Unterricht der Eingangsklassen
  • Hospitationen der Lehrer der Eingangsklassen im Kindergarten (besonders bei Projekten für Schulneulinge…)
  • Erzieher begleiten Schulneulinge bei Besuchen zur Schule
  •  

D    Anmeldung bzw. Aufnahme

  • Formalitäten mit Eltern regeln
  • Kind soll sich als wichtige Person bei der Aufnahme empfinden
  • In einer kleinen Gruppe (3-4 Kinder) werden wichtige Voraussetzungen zum erfolgreichen Arbeiten im ersten Schuljahr ermittelt.
  • Beobachtungsbogen ausfüllen
  • Wunsch bzgl. Klassenkameraden festhalten
  • Elterngespräch des Schulleiters über die Entwicklung des Kindes
  •  

E   Besonderheiten / Gemeinsamer Unterricht

  • Amtsärztliche Benachrichtigung auswerten
  • Kind evtl. im Rahmen des Kieler Einschulungsverfahrens testen
  • Informationsgespräch mit Eltern führen
  • mit den Eltern eine Entscheidung finden
  •  

F    Vorbereitung auf die Schule

  • Kinder nehmen 2 Tage am Unterricht einer Eingangsklasse teil.
  • Kinder werden nach festgelegten Kriterien auf die Eingangsklassen aufgeteilt.

Bei der Zusammenstellung der Klassen werden genannte Kinderwünsche berücksichtigt, auf Wohngebiete bzw. Fahrgemeinschaften wird geachtet, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern wird angestrebt, auf

  • pädagogische Besonderheiten wird geachtet, im Einzelfall wird bei Bedarf Rücksprache mit Eltern genommen.
  • Klassenzusammensetzung wird schriftlich mitgeteilt
  • Kinder erhalten Brief ihres Lehrers mit der Bitte um Rückantwort
  • Klassenlehrer der Eingangsklassen sprechen sich im Team ab und tauschen sich aus

 

G  Einschulung

  • Die Kinder werden am 2. Schultag nach den Sommerferien eingeschult
  • Auf dem Schulhof werden sie von den anderen Schülern begrüßt
  • Die Schulneulinge werden von der Klassenlehrerin aufgerufen und von den Paten zur Klasse geholt. Dabei wird ein Anhänger mit dem Bild des Klassentieres überreicht
  • Die Klassen werden in die Schule geführt , die Eltern bleiben auf dem Schulhof und gehen dann mit der Schultüte ins Forum. Dort gibt es Kaffee, Plätzchen und Informationen.
  •  

H   Die ersten Schulwochen

  • Behutsames Eingewöhnen
  • Schulneulinge erhalten in der ersten Schulwoche Hilfestellung von den älteren Schülern(Paten)  bei der Einführung von Arbeitstechniken etc.
  • Kennen lernen des Schulgebäudes und der Menschen, die zur Schule gehören
  • Schulneulinge nehmen von Beginn an mit voller Stundenzahl am jahrgangsgemischten Unterricht teil
  • Ausführlicher Elternabend
  • Alle Klassen fahren zu Schuljahresbeginn mit den Schulneulingen eine Woche ins Schullandheim.

 

 

Das LERNTAGEBUCH  im Rahmen der Portfolio-Arbeit

 

Bis jetzt haben wir mit Arbeitsplan und Wochenbilanz (Grünes Blatt) gearbeitet

 

Der Freinet-Arbeitsplan betrifft nur die STILLE ARBEIT, also Mathe und Deutsch

 

Was wollen wir mit dem Lerntagebuch erreichen?

 

  1. Schritt  

                                                                                                                            

- Arbeitsplan und Grünes Blatt in ein Lerntagebuch integrieren

- (die vorhandenen Formen/das  Design für den Übergang beibehalten)

- das Kind zum Nachdenken bringen über sein Lernen

- Soziale, Lern- und Verhaltens-Ziele deutlich machen

- auf die anderen Lernbereiche aufmerksam machen

 

 2. Schritt

 

- den Arbeitsplan auflösen; kein engmaschiges Formular, um erledigte Seiten zu notieren

- gesamten Lernbereich ins Lerntagebuch integrieren

- inhaltliche Ziele absprechen und notieren

- weiterhin gemeinsame Ziele verdeutlichen

- das Festhalten des Lernprozesses ermöglichen

  • Ergebnisse darstellen und mit Ziel abgleichen  (Portfolio einführen?)

 

Zeitraum von Ostern bis zum Sommer

 

Anregungen von Klax-Schule Berlin und Wartburgschule Münster übernehmen.

MONTESSORI-Schule Potsdam wäre noch interessant.

Hat ebenfalls den deutschen Schulpreis erhalten und arbeitet schon lange mit Portfolio.

 

 

Portfolio-Ordner:  Für welche Fächer zuerst?

 

Gemeinsamer Unterricht für Schülerinnen und Schüler 
mit und ohne Behinderung
 

Viele Kinder mit Behinderungen benötigen sonderpädagogische Förderung. Sie brauchen zum Teil besondere Hilfs- und Lernmittel sowie verstärkte Unterstützung durch die Lehrerin oder den Lehrer. 

Bei einigen Behinderungen sind besonders ausgestattete Räume, speziell ausgebildetes Personal und manchmal auch Pflege und Therapie nötig. 

Sonderpädagogische Förderung erhalten die Schülerinnen und Schüler entweder in der Förderschule oder unter bestimmten Voraussetzungen in einer Grundschule oder einer weiterführenden Schule im Gemeinsamen Unterricht.
 
Grundsätzliches
Im Gemeinsamen Unterricht lernt ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf zusammen mit Kindern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer allgemeinen Schule. 

Hierzu erhält die Lehrkraft der allgemeinen Schule Unterstützung durch eine Lehrkraft für Sonderpädagogik. Beide erstellen gemeinsam einen individuellen Förderplan für das Kind. Sie unterrichten zeitweise zusammen in der Klasse und überprüfen regelmäßig die Lernfortschritte des Kindes. 

Der Gemeinsame Unterricht der Grundschule kann an einer allgemeinen Schule der Sekundarstufe I fortgeführt werden. 

Im Gemeinsamen Unterricht können die Abschlüsse der allgemeinen Schule bzw. die Abschlüsse in den Bildungsgängen entsprechender Förderschwerpunkte erreicht werden.
 

Verfahren

Die zuständige Schulaufsichtsbehörde trifft in jedem Einzelfall die Entscheidung, ob die allgemeine Schule der geeignete Förderort im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts ist oder eine Förderschule

 
UNI KÖLN                                                                                                                                 

Erlebnispädagogisch orientiertes Projekt zur sozialen Integration an der Célestin-Freinet-Schule - 2008/2009

Tandem 1

Verfasserinnen: Karina Vonderstein, Kirsten Haxsen

Abstract:

Wie wird die soziale Integration der Schüler mit Förderbedarf der Celestin-Freinet-Schule in Gruppenprozessen deutlich?

Durch ein Projekt, das sich an der Ergebnispädagogik orientiert, wurde die Integration eines Schülers mit dem Förderbedarf Lernen untersucht. Seine Integration in der Klasse wurde an Hand der Indikatoren "Kooperation" und "Soziale Kontakte" untersucht. Hierfür wurde der Schüler während der Durchführung gefilmt. Das Zutreffen der Indikatoren wurde mit Hilfe eines fünfgliedrigen Beobrachtungsbogens und vier verschiedenen Kriterien ermittelt. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge kann der Schüler als in der Klasse integriert bezeichnet werden.

 

Tandem 2

Verfasserinnen: Anika Kultscher, Karen Schlüter

Abstract:

Das gemeinsame Lernen von SchülerInnen mit und ohne Förderbedarf wird an einzelnen Kölner Schulen seit einigen Jahren umgesetzt. Inwieweit sie soziale Integration von Schülern mit Förderbedarf an Regelschulen bereits vollzogen ist, wird am Beispiel der Celestin-Freinet-Schule dargestellt. Dafür wird eine Beobachtung mit einer daran anschließenden vergleichenden Auswertung und Interpretation von drei Schülern mit Förderchwerpunkt in einer jahrgangsübergreifenden Klasse vorgenommen. Anhand eines erlebnispädagogischen Praxisprojekts werden die Indikatoren "soziale Kontakte" und "Kooperation" überprüft, die für das Gelingen von Integration eine wichtige Rolle spielen.

 

Arbeiten und Lernen in der Freinetschule



Stille Arbeit
 

heißt die Unterrichtszeit vor der großen Pause. 
Die Kinder arbeiten nach ihrem individuellen Arbeitsplan an Lehrgängen 
(Mathe, RS, Grammatik) mit Karteien, CDs, Arbeitsbüchern, Arbeitsheften usw. 
Partnerarbeit ist möglich. Es sind nur Tätigkeiten erlaubt, bei denen es STILL bleibt und kein anderer gestört wird. Die Schülerarbeiten werden freitags kontrolliert und gewertet.

Partnerarbeit
 

bedeutet, dass die Kinder zu zweit zusammenarbeiten, z. B. Rechenaufgaben wechselweise rechnen bzw. überprüfen, bei Diktaten einer dem anderen diktiert, dass wechselseitig kontrolliert wird, bei Sachunterrichtsaufgaben gemeinsam nach Lösungen oder Antworten gesucht wird. 
Partnerarbeit erfordert Anpassung, Toleranz, Kompromissfähigkeit, Teamgeist, aber auch Durchsetzungsvermögen - alles Fähigkeiten, die unsere Kinder später dringend gebrauchen können.

Kreisgespräch
 

Zum Wochenbeginn erzählen die Kinder im Kreis vom Wochenende.
Die Woche wird geplant und der Arbeitsplan wird besprochen.

Geschichtenkreis

Die Kinder malen und schreiben im Laufe der Woche eigene Geschichten und Texte. Im Geschichtenkreis lesen die Kinder ihre Geschichten vor und präsentieren ihre Bilder. Mit Hilfe der Zuhörer werden die Geschichten inhaltlich besprochen und bearbeitet. Im Anschluss an den Geschichtenkreis verbessern die Kinder in Partnerarbeit ihre Fehler. Die überarbeiteten Geschichten werden in einer persönlichen Geschichtenmappe gesammelt und regelmäßig in Geschichtensammlungen für Eltern und andere Klassen veröffentlicht.

Klassenversammlung

Sie findet freitags statt und bildet den Abschluss der Woche. 
Die Kinder überprüfen ihr Verhalten, kritisieren und loben einander. Lerninhalte und Ergebnisse werden kritisch besprochen und gewürdigt. Die Dienste werden neu verteilt, Vorhaben für die kommende Woche besprochen, Projekte werden geplant. 
Das Grüne Blatt wird besprochen und verteilt.

Freie Auswahl (Arbeit in Ateliers)
 

Die Schülerinnen und Schüler legen für eine bestimmte Zeit (meistens mittwochs) 4-5 Ateliers fest, deren Art und Inhalt sie selbst bestimmen. Mehrere Wochen arbeiten sie dann in ihren selbstgewählten Gruppen. Lern- und Arbeitsmaterial steht dazu in der Klasse zur Verfügung, aber auch Bücher, Mal- und Bastelmaterialien und selbstverständlich alles, was Kinder an interessanten Dingen mitbringen. Für die Schüler besteht die Aufgabe, am Ende einer solcher Zeit zu zeigen, zu berichten oder vorzumachen, was sie "ge-" o. "erarbeitet" haben.

Gruppenarbeit
 

Die Kinder wählen sich die Gruppenarbeil selbst als Arbeitsform oder sie ist innerhalb eines Projekts vorgegeben. Die Zusammenarbeit vollzieht sich auf drei Ebenen: 
Auf der Arbeitsebene nehmen die Schüler ihre Gruppenaufgabe an, sie werden initiativ und planen ihr Vorgehen. Die Aufgaben werden verteilt und dann die verschiedenen Beiträge zusammengetragen. Gemeinsam kommen sie zu einem Ergebnis. 
Für die Kommunikation in der Gruppe ist es erforderlich, dass die Schüler sich aufeinander einlassen und Bereitschaft zum Mitmachen zeigen. Sie bringen Ideen ein, strukturieren ihre Arbeit und treffen Absprachen. Sie übernehmen Teilaufgaben und bringen sie ein. Sie koordinieren die Ergebnisse und vertreten sie gemeinsam.

Projektunterricht (im Klassenrahmen o. einzelne Gruppen)

Das Thema wird aus mehreren Vorschlägen gemeinsam gewählt. 
In einer ersten Phase wird das Thema entfaltet, durchsichtig gemacht, die Aufgabe erkannt. 
Bei der weiteren Arbeit wählen sich einzelne Schüler oder Schülergruppen Teilaufgaben, die sie weitgehend mit eigener Planung bearbeiten. Sie gebrauchen dabei alle Informalionsquellen, Arbeitsmittel, Materialien und Werkzeuge, die in der Schule zur Verfügung stehen. 
In einer dritten Phase werden die Ergebnisse und Produkte allen Mitschülern vorgestellt. Die Erkenntnisse werden mitgeteilt, Gedanken miteinander verknüpft, die Leistungen der einzelnen Gruppen und Schüler werden gewürdigt und beurteilt. Aufgabe der Schüler bei solcher Arbeit ist es, auf jede mögliche Weise ein zuvor gesetztes Ziel zu erreichen, ein Problem zu lösen, ein Produkt herzustellen und dieses anderen Zuschauern und Zuhörern vorzustellen. Sie müssen hierbei besonders die Fähigkeit entwickeln, zu planen und ihrem Plan zu folgen, allein oder zusammen mit Mitarbeitern zielstrebig zu arbeiten, einen Zeitrahmen einzuhalten und so sorgfältig zu arbeiten, dass am Ende die fertiggestellte Arbeit von "Zuschauern" verstanden und gewürdigt werden kann.
 

Lehrerzentrierter Unterricht

Als Zusammenfassung o. zur Vermittlung grundlegender Informationen; wird von den Lehrern geplant, gesteuert und ausgewertet. Die Schüler haben sich in dieser Zeit überwiegend auf die Erklärungen, Schauobjekte oder Texte des Lehrers zu konzentrieren. Ihre Aufgabe ist es, die Informationen zu erfassen, sie getreu zu behalten um sie in der Schule oder zu Hause im Zusammenhang wieder anwenden zu können (nur als besondere Einzelstunde). 

Umgang mit sich und anderen:
 

Im offenen Unterricht der Freinetschule entwickeln Kinder eine Reihe persönlicher und sozialer Fähigkeiten wie:

Selbstverantwortung und Selbstorganisation:

  • sich für eine Arbeit entscheiden
  • eine Arbeit beenden, einen Plan einhalten
  • Überblick über Arbeitsangebote behalten
  • weghören, wenn andere untereinander reden
  • sich gegen Störungen freundlich wehren
  • sich erst dann an die Lehrerin wenden, wenn vorher Mitschüler um Rat gefragt wurden
  • die eigene Arbeit sorgfältig ausführen, verbessern, ordnen und aufbewahren
  • eine kritische Selbsteinschätzung entwickeln


Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit:

  • sich einen Arbeitspartner suchen
  • Arbeiten selbständig kontrollieren
  • andere ohne Konkurrenzneid gelten lassen
  • zurücktreten und verzichten
  • gemeinsam einen Gruppenleiter bestimmen
  • Gruppenentscheidungen akzeptieren

Mitverantwortung für die Klasse:

  • in der Klassenversammlung, im Erzählkreis
  • bei Partner- und Gruppengesprächen
  • bei der Vorstellung von Arbeitsergebnissen
  • bei der Wahrnehmung von Klassenämtern
  • bei der Kontrolle und Beratung anderer (Chefsystem, Experten)

 

WERTE - ERZIEHUNG

 

 

„Wir wollen eine kooperative Schule schaffen, wo die Erwachsenen, ... ihre Rolle als Erwachsene nicht aufgeben, aber wo die Kinder einen ständig wachsenden Anteil an der Verantwortung übernehmen, um sich so auf ihr soziales und persönliches Leben vorbereiten.“

Célestin Freinet

 

 

In Anlehnung an die Richtlinien:

Das Ziel unserer Werteerziehung ist, Kinder zu befähigen, tragfähige Wertvorstellungen im Sinne der demokratischen Grundordnung zu gewinnen und dadurch Urteils- und Handlungsfähigkeit zu entwickeln. 

Damit verbunden ist die Aufgabe der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zu solidarischem Handeln in sozialer Verantwortung, zu Toleranz und Achtung der Menschenrechte, zu einem friedlichen Miteinander in der Einen Welt sowie zur Achtung vor der Natur und Umwelt zu erziehen. 

Mädchen und Jungen müssen sich deshalb angenommen fühlen und als Persönlichkeiten entfalten können. 

 

 

Bei unserer Werteerziehung berufen wir uns auf die grundlegenden  Prinzipien der Freinet - Pädagogik:

 

- Den Kindern das Wort geben

- Freie Entfaltung der Persönlichkeit

- Selbstverantwortlichkeit

- Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit

- Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt 

 

Freinet begreift die Schulklasse als Arbeitsgemeinschaft, als "Kooperative": als lebendigen Organismus, der sich soziale Institutionen zur Selbst-organisation des Zusammenlebens und -arbeitens selbst schafft: Die Arbeit in der Klassenkooperative beginnt mit einem selbst bestimmten und sich ständig entwickelnden Regelwerk, das die Arbeits- und sozialen Beziehungen orientiert und strukturiert.

 

 

Wie wird das in den Klassen umgesetzt?

 

- Den Kindern das Wort geben

mündlich ( Gespräch, Bericht, Präsentation, Theater)

schriftlich (Freie Texte, Bericht, Korrespondenz, Klassenzeitung)

grafisch (Illustration von Geschichten, Plakate...)

handwerklich (Materialien wie z.B. Ton, Holz, Stein, Pappe, Knete)

musikalisch (Chor, Liedermachen, Tanz)

körperlich (Spiele, Sport, Entspannung, Ruhe, Tanz, Rollenspiel)

Klassensprecher, 

Mitbestimmungsrecht bezüglich Lerninhalten und Tempo, Schulversammlung, 

Klassenversammlung, Forscherthemen auswählen

Freie Texte (welche wöchentlich im Geschichtenkreis präsentiert werden) 

 

- Freie Entfaltung der Persönlichkeit

In der Klassenversammlung, 

In Ateliers 

Bei der Freien Auswahl

Bei Rollenspielen

Bei Musik- und Sportangeboten

 

- Selbstverantwortlichkeit

Arbeit mit dem Arbeitsplan

Gruppen- und Partnerarbeit

 

- Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit

Gruppe als Regulativ

Kooperatives Lernen

Save Classroom

Patenschaften

Individuelle und gemeinsame Arbeitspläne

Gemeinsame Schulziele

Einhaltung der Schulregeln (Hausordnung)

 

- Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt

Verkehrserziehung (Kontrolle der Autofahrer)

Aufsuchen außerschulischer Lernorte (Zooschule, Zoo, Rundgänge in der Umgebung. Besuch von Museen und Theater, Schullandheimaufenthalt)

Aufgreifen aktueller Themen im Kreis

 

 

Dokumente

 

- Bilanzen - Wochenbilanzen - jeweils vor den Ferien

- Zeugnis 3. Sch. mit Lernhinweisen

- Lerntagebuch, Wochenarbeitspläne

- „Selbsteinschätzungsbögen“, z.B.. SU (Barbara)

- Kriterien zum Geschichtenschreiben (Tanja)

- Schulvertrag - Kopie

- Forscherpass

 

 

 

KRONENBURG  

5 Tage im Schullandheim

 

Zu Beginn jeden Schuljahres fahren wir eine Woche ins Schullandheim.

Die Kinder lernen sich kennen, leben und forschen in der Natur, lernen Kooperation und wachsen als Klassengruppe zusammen (neudeutsch: team-building).

 

Zum besseren Verständnis hier einige Eltern-Berichte:

-  wenn die Kleinen flügge werden...

 

- Die erste Klassenfahrt :    Ein Gefühle-auf-und-ab für die ganze Familie

- Ein Vater berichtet

 

 

Wenn die Kleinen flügge werden... 

Am Montag, den 22. Oktober 2007 war es dann auch für uns Eltern der Bären und Pandas soweit: die Abfahrt nach Kronenburg stand an! Um 9.00 Uhr fanden sich alle pünktlich (und teilweise etwas nervös) auf dem Schulhof ein; gute Tipps, Ratschläge und Erinnerungen wurden noch ein letztes Mal mit auf den Weg gegeben, bis dann alle Schülerinnen und Schüler im Bus saßen und mit viel Winken und „Macht es gut!“ verabschiedet wurden.

Von da an blieb uns vorerst nur die tägliche Telefoninformation, welche uns von Herrn Hoff Abend für Abend übermittelt wurde. Wir durften erfahren, dass die Kinder jede Menge Spass haben, die Burg erkunden, große Wanderungen machen, viel Zeit im Wald mit Rallye,Tipi bauen,etc. verbringen, ein Bergwerk besichtigen und auch noch jeden Abend Programmpunkte wie Spieleabend, Pyjamaparty und Halloween feiern, anstehen. Das Angebot wurde mit Laternen basteln, Fußball spielen, u.v.m. noch abgerundet, sodass auf keinen Fall Langeweile entstehen konnte. Lediglich die Nachricht, dass es in der Eifel täglich kälter zu werden schien, bereitete dem ein oder anderen Elternteil doch ein wenig Sorge. Die Frage, ob auch ja genügend warme Kleidung eingepackt ist, fiel häufiger...

Von der Tatsache, dass es den Kindern gut geht konnten wir uns am Freitag überzeugen, als wir sie vom Bus abholten. Außer erkennbarem  Schlafmangel (bei Groß und Klein) sahen doch alle sehr glücklich und zufrieden aus (und auch von Erfrierungen keine Spur!).

 

Die erste Klassenfahrt 

Ein Gefühle-auf-und-ab für die ganze Familie

Eigentlich ist noch ganz viel Zeit. Aber vieles wird sich ändern. Im Sommer geht „die Große“ in die Schule. Wie wird Antonia mit der Umstellung klar kommen? Veränderungen fallen ihr schwer. Zum Glück gibt es den Vorschulkurs. Nach anfänglichem Weinen, hat sie sich gut eingelebt und geht nun gerne hin. 

Inzwischen ist die Vorfreude auf die Schule groß. Aber es gibt auch ein großes Fragezeichen, was über dem tollen Ereignis „Einschulung“ schwebt. Mit der Einschulung steht auch kurze Zeit später die Klassenfahrt an. Und dann geht es gleich von Montag bis Freitag auf die Reise. So lange war unsere Tochter noch nie von uns weg. Abgesehen davon hat sie noch nie woanders ohne Papa und Mama übernachtet als bei den Großeltern. Wir machen uns viele Gedanken. Ein weiteres Gespräch mit Herrn Hoff beruhigt ein wenig. Wir denken: „Zum Glück haben wir ein Auto und können sie zur Not abholen.“ Oder sie fährt gar nicht mit. Oder vielleicht wird ja auch ein Elternteil als Betreuung gebraucht. 

Die Sommerferien rücken näher. Antonia möchte inzwischen nicht mehr in die Schule. Nach und nach kommt raus, dass sie schon gerne in die Schule möchte, nur nicht auf Klassenfahrt. Da das aber unweigerlich zusammen gehört, möchte sie nun auch nicht mehr in die Schule. 

Was die ganze Lage nicht vereinfacht ist unsere Umwelt. Egal mit wem wir uns über unsere Bedenken reden, werden wir bestätigt. Da fallen Aussagen, wie: „Das ist ja unfassbar. Wie können die nur mit den ganz Kleinen schon so lange …“ oder „Das wäre für mich ein Grund, mein Kind auf eine andere Schule zu schicken!“ (Mein Gott, wir sind Rabeneltern!). Es fielen auch Worte, wie „unverantwortlich“, „… und das sind Pädagogen…“. Kurzum: niemand hat uns bestärkt – außer der Schule selber. Ja klar, denn die werden sich ja nicht selber in den Rücken fallen, denken wir. Aber, die würden das ja auch nicht schon seit Jahren so machen, wenn das so eine schlechte Idee ist. Wir entschließen uns, den Profis zu vertrauen und das Ganze auf uns zukommen zu lassen – zum Glück.

Die erste Schulwoche verläuft ganz gut und als in der zweiten Woche schon Streiche für die Klassenfahrt besprochen werden, mischt sich zu Antonias Angst auch etwas Vorfreude. Das geht so weit, dass sie sich schließlich auf Kronenburg freut, voller Eifer den Koffer mit packt und von den Erlebnissen der anderen bei den Klassenfahrten spricht. 

Als der Tag der Abfahrt nach Kronenburg kommt, ist unser Kind kaum wieder zu erkennen. Sie hat in den vier Wochen Schule so einen Entwicklungsschub gemacht, dass sie fast ein anderes Kind ist. Papa muss Sie bringen. Nicht, dass Sie es sich wegen der Nähe zu Mama noch anders überlegt. Am Bus verabschiedet sie sich, als wäre es das normalste der Welt für eine Woche weg zu fahren. Über die Homepage werden wir täglich informiert, was die Kinder so treiben. Obwohl wir auf einen Anruf gefasst sind, kommt nichts. Am ersten Abend rufen wir noch die Kontakteltern an, an die Herr Hoff täglich berichtet. An den Folgetagen verzichten wir schon darauf. 

Antonia kommt aus Kronenburg wieder, wie sie gefahren ist. Als wäre es das normalste der Welt gewesen. Ihre Worte, als sie aus dem Bus steigt: „Ich habe euch gar nicht vermisst.“

Wie so oft in den letzten sechs Jahren zeigt sich mal wieder, dass wir uns viel zu viele Gedanken gemacht haben um das, was sein könnte. Und es ist wieder einmal alles anders gekommen.ch mal wieder, dass wir uns viel zu viele Gedanken gemacht haben um das, was sein könnte. Und es ist wieder einmal alles anders gekommen.

 

 Nicole Radovcic 

 

 Mit den Augen eines Vaters

Die Entscheidung, unseren Sohn Jianing auf die Celin Freinet Schule zu schicken trafen wir aufgrund des dortigen Schulsystems ganz bewusst. Auch hatten wir mit unserer Tochter Ning Ning bereits sehr positive Erfahrungen mit der Schule und vor allem den dort unterrichteten Fachkräften gemacht.

 

Nun ist meine Tochter allerdings erst mit 9 Jahren aus China nach Deutschland eingereist und hat auf der Celin Freinet Schule nur das Schuljahr 3 und 4 besucht. Somit war die Erfahrung einer Klassenfahrt in der ersten Klasse durchzuführen für uns neu.

 

Man muss dazu sagen, dass unser Sohn Jianing von Beginn an sehr verwöhnt wurde und wir uns nicht sicher waren, ob er genügend Selbständigkeit in diesen jungen Jahren besitzt, um eine Woche ohne Eltern bereits von zu Hause fort zu sein. Eigentlich waren wir uns sicher, dass er eben eine solche Selbständigkeit auf keinen Fall hätte.

 

Mir und meiner Frau war eigentlich bezüglich der Klassenfahrt klar, dass unser Sohn an dieser nicht teilnehmen kann – dies war für uns eindeutig zu früh und wir hatten vor, ihn in dieser Woche an der Schule in einer anderen Klasse teilnehmen zu lassen. Unsere Sorgen und Befürchtungen waren einfach zu groß.

 

Der Tag der Klassenfahrt rückte näher und es kam zu einem ausführlichen Gespräch zwischen dem Schulleiter Herrn Hoff und der Klassenlehrerin Frau Nieto.

 

Von Beginn an war dieses Gespräch geprägt von Verständnis für unsere Sorgen und Befürchtungen und einem konstruktiven Dialog miteinander. Uns wurden Erfahrungen aus früheren ähnlich gelagerten Fällen aufgezeigt und die sich daraus ergebenen positiven Entwicklungen des Kindes. Auch der Umstand, dass die erste, zweite und dritte Klasse gemeinsam fahren und somit auch ältere Kinder (auch hier ist für uns ein großer Vorteil des Schulsystems vorhanden) konnten uns überzeugen. Es findet in der Schule ein regelmäßiger Dialog zwischen Eltern und Lehrern über die Entwicklungen und Fortschritte des Kindes statt. So war auch das abschließende Gespräch mit Herrn Hoff und Frau Nieto ausschlaggebend dafür, unseren Sohn mitfahren zu lassen. Sorgen und Befürchtungen hatten wir aber immer noch.

 

Ich muss aber sagen, dass wir diese Entscheidung – letztlich auch zum Wohle unseres Sohnes nicht bereut haben. Wir haben uns nur gewundert über die positiven Entwicklungen aus der Woche der Klassenfahrt. Auch die regelmäßigen Anrufe aus dem Schullandheim haben uns sehr beruhigt.

 

So ist Jianing deutlich selbständiger und selbstsicherer geworden. Auch die Klassengemeinschaft und die Freundschaften mit Mitschülern wurden gefestigt. Unsere Sorgen und Befürchtungen haben sich gänzlich als unbegründet heraus gestellt und das Vertrauensverhältnis auch zu den Lehrern und Betreuern enorm gefestigt.

 

Abschließend kann ich nur sagen, dass letztlich die Klassenfahrt zu diesem doch sehr frühen Zeitpunkt die richtige Entscheidung in der Entwicklung unseres Kindes ist.

Martin Feltes