Bürozeit: Di und Do. von 9 - 12 Uhr
o Portfolio und Lerntagebuch
o Gemeinsamer Unterricht für Schülerinnen und Schüler
mit und ohne Behinderung
o Projekt zur sozialen Integration an der Freinet-Schule
o Arbeiten und Lernen in der Freinetschule
o Werte - Erziehung
Bis jetzt haben wir mit Arbeitsplan und Wochenbilanz (Grünes Blatt) gearbeitet
Der Freinet-Arbeitsplan betrifft nur die STILLE ARBEIT, also Mathe und Deutsch
Was wollen wir mit dem Lerntagebuch erreichen?
1. Schritt
- Arbeitsplan und Grünes Blatt in ein Lerntagebuch integrieren
- (die vorhandenen Formen/das Design für den Übergang beibehalten)
- das Kind zum Nachdenken bringen über sein Lernen
- Soziale, Lern- und Verhaltens-Ziele deutlich machen
- auf die anderen Lernbereiche aufmerksam machen
2. Schritt
- den Arbeitsplan auflösen; kein engmaschiges Formular, um erledigte Seiten zu notieren
- gesamten Lernbereich ins Lerntagebuch integrieren
- inhaltliche Ziele absprechen und notieren
- weiterhin gemeinsame Ziele verdeutlichen
- das Festhalten des Lernprozesses ermöglichen
Zeitraum von Ostern bis zum Sommer
Anregungen von Klax-Schule Berlin und Wartburgschule Münster übernehmen.
MONTESSORI-Schule Potsdam wäre noch interessant.
Hat ebenfalls den deutschen Schulpreis erhalten und arbeitet schon lange mit Portfolio.
Portfolio-Ordner: Für welche Fächer zuerst?
Die zuständige Schulaufsichtsbehörde trifft in jedem Einzelfall die Entscheidung, ob die allgemeine Schule der geeignete Förderort im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts ist oder eine Förderschule
Tandem 1
Verfasserinnen: Karina Vonderstein, Kirsten Haxsen
Abstract:
Wie wird die soziale Integration der Schüler mit Förderbedarf der Celestin-Freinet-Schule in Gruppenprozessen deutlich?
Durch ein Projekt, das sich an der Ergebnispädagogik orientiert, wurde die Integration eines Schülers mit dem Förderbedarf Lernen untersucht. Seine Integration in der Klasse wurde an Hand der Indikatoren "Kooperation" und "Soziale Kontakte" untersucht. Hierfür wurde der Schüler während der Durchführung gefilmt. Das Zutreffen der Indikatoren wurde mit Hilfe eines fünfgliedrigen Beobrachtungsbogens und vier verschiedenen Kriterien ermittelt. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge kann der Schüler als in der Klasse integriert bezeichnet werden.
Tandem 2
Verfasserinnen: Anika Kultscher, Karen Schlüter
Abstract:
Das gemeinsame Lernen von SchülerInnen mit und ohne Förderbedarf wird an einzelnen Kölner Schulen seit einigen Jahren umgesetzt. Inwieweit sie soziale Integration von Schülern mit Förderbedarf an Regelschulen bereits vollzogen ist, wird am Beispiel der Celestin-Freinet-Schule dargestellt. Dafür wird eine Beobachtung mit einer daran anschließenden vergleichenden Auswertung und Interpretation von drei Schülern mit Förderchwerpunkt in einer jahrgangsübergreifenden Klasse vorgenommen. Anhand eines erlebnispädagogischen Praxisprojekts werden die Indikatoren "soziale Kontakte" und "Kooperation" überprüft, die für das Gelingen von Integration eine wichtige Rolle spielen.

Stille Arbeit
heißt die Unterrichtszeit vor der großen Pause.
Die Kinder arbeiten nach ihrem individuellen Arbeitsplan an Lehrgängen
(Mathe, RS, Grammatik) mit Karteien, CDs, Arbeitsbüchern, Arbeitsheften usw.
Partnerarbeit ist möglich. Es sind nur Tätigkeiten erlaubt, bei denen es STILL bleibt und kein anderer gestört wird. Die Schülerarbeiten werden freitags kontrolliert und gewertet.
Partnerarbeit
bedeutet, dass die Kinder zu zweit zusammenarbeiten, z. B. Rechenaufgaben wechselweise rechnen bzw. überprüfen, bei Diktaten einer dem anderen diktiert, dass wechselseitig kontrolliert wird, bei Sachunterrichtsaufgaben gemeinsam nach Lösungen oder Antworten gesucht wird.
Partnerarbeit erfordert Anpassung, Toleranz, Kompromissfähigkeit, Teamgeist, aber auch Durchsetzungsvermögen - alles Fähigkeiten, die unsere Kinder später dringend gebrauchen können.
Kreisgespräch
Zum Wochenbeginn erzählen die Kinder im Kreis vom Wochenende.
Die Woche wird geplant und der Arbeitsplan wird besprochen.
Geschichtenkreis
Die Kinder malen und schreiben im Laufe der Woche eigene Geschichten und Texte. Im Geschichtenkreis lesen die Kinder ihre Geschichten vor und präsentieren ihre Bilder. Mit Hilfe der Zuhörer werden die Geschichten inhaltlich besprochen und bearbeitet. Im Anschluss an den Geschichtenkreis verbessern die Kinder in Partnerarbeit ihre Fehler. Die überarbeiteten Geschichten werden in einer persönlichen Geschichtenmappe gesammelt und regelmäßig in Geschichtensammlungen für Eltern und andere Klassen veröffentlicht.
Klassenversammlung
Sie findet freitags statt und bildet den Abschluss der Woche.
Die Kinder überprüfen ihr Verhalten, kritisieren und loben einander. Lerninhalte und Ergebnisse werden kritisch besprochen und gewürdigt. Die Dienste werden neu verteilt, Vorhaben für die kommende Woche besprochen, Projekte werden geplant.
Das Grüne Blatt wird besprochen und verteilt.
Freie Auswahl (Arbeit in Ateliers)
Die Schülerinnen und Schüler legen für eine bestimmte Zeit (meistens mittwochs) 4-5 Ateliers fest, deren Art und Inhalt sie selbst bestimmen. Mehrere Wochen arbeiten sie dann in ihren selbstgewählten Gruppen. Lern- und Arbeitsmaterial steht dazu in der Klasse zur Verfügung, aber auch Bücher, Mal- und Bastelmaterialien und selbstverständlich alles, was Kinder an interessanten Dingen mitbringen. Für die Schüler besteht die Aufgabe, am Ende einer solcher Zeit zu zeigen, zu berichten oder vorzumachen, was sie "ge-" o. "erarbeitet" haben.
Gruppenarbeit
Die Kinder wählen sich die Gruppenarbeil selbst als Arbeitsform oder sie ist innerhalb eines Projekts vorgegeben. Die Zusammenarbeit vollzieht sich auf drei Ebenen:
Auf der Arbeitsebene nehmen die Schüler ihre Gruppenaufgabe an, sie werden initiativ und planen ihr Vorgehen. Die Aufgaben werden verteilt und dann die verschiedenen Beiträge zusammengetragen. Gemeinsam kommen sie zu einem Ergebnis.
Für die Kommunikation in der Gruppe ist es erforderlich, dass die Schüler sich aufeinander einlassen und Bereitschaft zum Mitmachen zeigen. Sie bringen Ideen ein, strukturieren ihre Arbeit und treffen Absprachen. Sie übernehmen Teilaufgaben und bringen sie ein. Sie koordinieren die Ergebnisse und vertreten sie gemeinsam.

Projektunterricht (im Klassenrahmen o. einzelne Gruppen)
Das Thema wird aus mehreren Vorschlägen gemeinsam gewählt.
In einer ersten Phase wird das Thema entfaltet, durchsichtig gemacht, die Aufgabe erkannt.
Bei der weiteren Arbeit wählen sich einzelne Schüler oder Schülergruppen Teilaufgaben, die sie weitgehend mit eigener Planung bearbeiten. Sie gebrauchen dabei alle Informalionsquellen, Arbeitsmittel, Materialien und Werkzeuge, die in der Schule zur Verfügung stehen.
In einer dritten Phase werden die Ergebnisse und Produkte allen Mitschülern vorgestellt. Die Erkenntnisse werden mitgeteilt, Gedanken miteinander verknüpft, die Leistungen der einzelnen Gruppen und Schüler werden gewürdigt und beurteilt. Aufgabe der Schüler bei solcher Arbeit ist es, auf jede mögliche Weise ein zuvor gesetztes Ziel zu erreichen, ein Problem zu lösen, ein Produkt herzustellen und dieses anderen Zuschauern und Zuhörern vorzustellen. Sie müssen hierbei besonders die Fähigkeit entwickeln, zu planen und ihrem Plan zu folgen, allein oder zusammen mit Mitarbeitern zielstrebig zu arbeiten, einen Zeitrahmen einzuhalten und so sorgfältig zu arbeiten, dass am Ende die fertiggestellte Arbeit von "Zuschauern" verstanden und gewürdigt werden kann.
Lehrerzentrierter Unterricht
Als Zusammenfassung o. zur Vermittlung grundlegender Informationen; wird von den Lehrern geplant, gesteuert und ausgewertet. Die Schüler haben sich in dieser Zeit überwiegend auf die Erklärungen, Schauobjekte oder Texte des Lehrers zu konzentrieren. Ihre Aufgabe ist es, die Informationen zu erfassen, sie getreu zu behalten um sie in der Schule oder zu Hause im Zusammenhang wieder anwenden zu können (nur als besondere Einzelstunde).
Umgang mit sich und anderen:
Im offenen Unterricht der Freinetschule entwickeln Kinder eine Reihe persönlicher und sozialer Fähigkeiten wie:
Selbstverantwortung und Selbstorganisation:
Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit:
Mitverantwortung für die Klasse:
WERTE - ERZIEHUNG
„Wir wollen eine kooperative Schule schaffen, wo die Erwachsenen, ... ihre Rolle als Erwachsene nicht aufgeben, aber wo die Kinder einen ständig wachsenden Anteil an der Verantwortung übernehmen, um sich so auf ihr soziales und persönliches Leben vorbereiten.“
Célestin Freinet
In Anlehnung an die Richtlinien:
Das Ziel unserer Werteerziehung ist, Kinder zu befähigen, tragfähige Wertvorstellungen im Sinne der demokratischen Grundordnung zu gewinnen und dadurch Urteils- und Handlungsfähigkeit zu entwickeln.
Damit verbunden ist die Aufgabe der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zu solidarischem Handeln in sozialer Verantwortung, zu Toleranz und Achtung der Menschenrechte, zu einem friedlichen Miteinander in der Einen Welt sowie zur Achtung vor der Natur und Umwelt zu erziehen.
Mädchen und Jungen müssen sich deshalb angenommen fühlen und als Persönlichkeiten entfalten können.
Bei unserer Werteerziehung berufen wir uns auf die grundlegenden Prinzipien der Freinet - Pädagogik:
- Den Kindern das Wort geben
- Freie Entfaltung der Persönlichkeit
- Selbstverantwortlichkeit
- Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit
- Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt
Freinet begreift die Schulklasse als Arbeitsgemeinschaft, als "Kooperative": als lebendigen Organismus, der sich soziale Institutionen zur Selbst-organisation des Zusammenlebens und -arbeitens selbst schafft: Die Arbeit in der Klassenkooperative beginnt mit einem selbst bestimmten und sich ständig entwickelnden Regelwerk, das die Arbeits- und sozialen Beziehungen orientiert und strukturiert.
Wie wird das in den Klassen umgesetzt?
- Den Kindern das Wort geben
mündlich ( Gespräch, Bericht, Präsentation, Theater)
schriftlich (Freie Texte, Bericht, Korrespondenz, Klassenzeitung)
grafisch (Illustration von Geschichten, Plakate...)
handwerklich (Materialien wie z.B. Ton, Holz, Stein, Pappe, Knete)
musikalisch (Chor, Liedermachen, Tanz)
körperlich (Spiele, Sport, Entspannung, Ruhe, Tanz, Rollenspiel)
Klassensprecher,
Mitbestimmungsrecht bezüglich Lerninhalten und Tempo, Schulversammlung,
Klassenversammlung, Forscherthemen auswählen
Freie Texte (welche wöchentlich im Geschichtenkreis präsentiert werden)
- Freie Entfaltung der Persönlichkeit
In der Klassenversammlung,
In Ateliers
Bei der Freien Auswahl
Bei Rollenspielen
Bei Musik- und Sportangeboten
- Selbstverantwortlichkeit
Arbeit mit dem Arbeitsplan
Gruppen- und Partnerarbeit
- Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit
Gruppe als Regulativ
Kooperatives Lernen
Save Classroom
Patenschaften
Individuelle und gemeinsame Arbeitspläne
Gemeinsame Schulziele
Einhaltung der Schulregeln (Hausordnung)
- Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt
Verkehrserziehung (Kontrolle der Autofahrer)
Aufsuchen außerschulischer Lernorte (Zooschule, Zoo, Rundgänge in der Umgebung. Besuch von Museen und Theater, Schullandheimaufenthalt)
Aufgreifen aktueller Themen im Kreis
Dokumente
- Bilanzen - Wochenbilanzen - jeweils vor den Ferien
- Zeugnis 3. Sch. mit Lernhinweisen
- Lerntagebuch, Wochenarbeitspläne
- „Selbsteinschätzungsbögen“, z.B.. SU (Barbara)
- Kriterien zum Geschichtenschreiben (Tanja)
- Schulvertrag - Kopie
- Forscherpass